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Altstadt & Kultur
Sehenswürdigkeiten Teulada & Moraira
Teulada Moraira verbindet den Charme eines traditionellen spanischen Dorfes mit der entspannten Lebensart an der Costa Blanca. Historische Gassen, malerische Strände und beeindruckende Ausblicke machen die Region zu einem besonderen Ort für Besucher und Bewohner gleichermaßen.
Die Altstadt von Teulada begeistert mit mediterranem Charme, historischen Gassen, traditionellen Natursteinhäusern und einem authentischen Einblick in das ursprüngliche Leben an der Costa Blanca.
Die Altstadt von Moraira verbindet mediterranes Flair mit maritimer Atmosphäre, charmanten Gassen, kleinen Boutiquen, Restaurants und der Nähe zum Hafen sowie zur historischen Burganlage.
TEULADA Sehenswürdigkeiten
Ein Besuch der historischen Altstadt des im Landesinneren gelegenen Teulada lohnt sich besonders für alle, die sich für Kultur und Geschichte interessieren. Das Ortsbild ist geprägt von traditioneller Architektur und bedeutenden Bauwerken aus mehreren Jahrhunderten.
Im Zentrum steht die beeindruckende Wehrkirche Santa Caterina, die einst sowohl religiösen als auch defensiven Zwecken diente und eine der ältesten Orgeln der Provinz beherbergt. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Wallfahrtskapelle Divina Pastora, deren Ursprünge nicht genau datiert sind. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Ermita Sant Vicent Ferrer, die im 18. Jahrhundert errichtet wurde und eng mit der lokalen Tradition verbunden ist.
Ein weiteres historisches Gebäude ist der Sala de Jurats i Justícies aus dem 17. Jahrhundert, ein Beispiel bürgerlicher Architektur jener Zeit. Außerhalb des Ortskerns, an der Straße Richtung Moraira, liegt die Wallfahrtskapelle Font Santa. Sie ist dem heiligen Vinzenz Ferrer gewidmet und gilt als Ort eines überlieferten Wunders.
MORAIRA Sehenswürdigkeiten
Eingebettet zwischen der Sierra de Bérnia, Weinbergen und Pinienwäldern und direkt am Mittelmeer gelegen, verbindet Moraira landschaftliche Schönheit mit einem vielseitigen kulturellen Angebot. Aus einem ehemaligen Fischerdorf hat sich ein gepflegter Küstenort mit gehobenem Charakter entwickelt.
Zu den markantesten Sehenswürdigkeiten zählt die Festung am Strand von l’Ampolla, die im 18. Jahrhundert zum Schutz vor Piratenangriffen errichtet wurde. Vom Playa del Portet führt ein Weg hinauf zum Cap d’Or, einem beliebten Aussichtspunkt mit weiter Sicht über die Küste. Auf dessen höchstem Punkt steht der historische Wachturm Torre del Cap d’Or, der Teil eines Verteidigungssystems zur frühzeitigen Warnung vor Angriffen war.
Im Ortskern befindet sich die Pfarrkirche Mare de Déu dels Desemparats aus dem späten 19. Jahrhundert. Sie ergänzt das kulturelle Bild Morairas und bildet zusammen mit den historischen Bauwerken und der Küstenlandschaft ein abwechslungsreiches Gesamtbild.
SEHENSWÜRDIGKEITEN IN TEULADA
Kirchliche Festung Santa Caterina – Església fortalesa de Santa Caterina
Dieses Gebäude, das sowohl religiösen als auch verteidigungstechnischen Zwecken diente, zählt zweifellos zu den bedeutendsten Bauwerken der Gemeinde.
Bereits im Jahr 1562 empfahl der italienische Ingenieur J.B. Antonelli, die Kirche zum Schutz vor den wiederkehrenden Angriffen berberischer Piraten zu befestigen. Der Bau dieses beeindruckenden Gebäudes erstreckte sich über einen Zeitraum von etwa 35 bis 40 Jahren und wurde vollständig von den Bewohnern Teuladas finanziert – rund 600 Menschen lebten dort im Jahr 1574 –, die durch verschiedene Abgaben dazu beitrugen.
Die Kirche besteht aus einem ursprünglichen Bauwerk sowie mehreren Erweiterungen, die vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart entstanden sind. Der älteste Teil aus dem 16. Jahrhundert umfasst ein nach Osten ausgerichtetes Kirchenschiff mit Altären zwischen den Strebepfeilern, ein Gewölbe aus Kreuzbögen sowie eine fünfseitige polygonale Apsis mit verzierter Kuppel.
Im 18. Jahrhundert erfolgte die erste bedeutende Erweiterung: Der Grundriss wurde in Form eines lateinischen Kreuzes verlängert, wodurch die ursprüngliche Wehrfunktion der Kirche zunehmend in den Hintergrund trat. Zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert kamen die Kommunionskapelle sowie weitere Nebenräume der Sakristei hinzu. Der frühere Rundturm wurde durch einen neuen Glockenturm ersetzt. Dieser sechseckige Turm aus Quadersteinen besitzt einen Umfang von 24 Metern an der Basis und erreicht eine Höhe von 30 Metern.
Wallfahrtskapelle der göttlichen Hirtin – Ermita Divina Pastora
Die Wallfahrtskapelle befindet sich in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche Santa Catalina.
Das genaue Baujahr der Kapelle ist nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass sie im Jahr 1861 renoviert wurde und die Glocke des Glockenturms in den 1870er-Jahren angebracht wurde. Im Jahr 1986 erfolgte eine weitere Restaurierung, bei der Teile der Fassade sowie die Dachabdeckung erneuert wurden.
Die Kapelle ist im barocken Stil gehalten und zeichnet sich durch ihren flachen, spitz zulaufenden Glockenturm aus. Das Eingangsportal hingegen stammt aus der Renaissance und bildet einen stilistischen Kontrast zum übrigen Bauwerk.
Wallfahrtskapelle Sant Vicent Ferrer – Ermita Sant Vicent Ferrer
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ab dem Jahr 1767 und in den darauffolgenden Jahren, wurde die Wallfahrtskapelle „Ermita Sant Vicent Ferrer“ errichtet. Im Jahr 1793 gestaltete und bemalte Blai Estruc das gesamte Innere der Kapelle. Am 29. März 1797 wurde sie schließlich vom Pfarrer von Teulada, Dr. Juan Martínez, feierlich gesegnet.
Die Kapelle verfügt über einen rechteckigen Grundriss von 16 × 19 Metern. Das Bauwerk besteht aus Sandstein und zeichnet sich durch seine markante Kuppel aus, die mit farbigen Dachziegeln in Blau, Grün und Weiß gedeckt ist und sich deutlich vom strahlenden Weiß der Fassade abhebt.
Auf dem Altar befinden sich ein Bildnis des heiligen Vinzenz Ferrer aus dem 16. Jahrhundert sowie eine Statue des Ewigen Vaters, die möglicherweise Teil eines ursprünglichen Altaraufsatzes war. In etwa 17 Metern Entfernung steht eine kleine Kapelle mit pyramidenförmigem Dach. Der Überlieferung nach befindet sich hier der Ort, an dem Vinzenz Ferrer predigte, als er sich vom Volk verabschiedete.
Im Inneren dieser kleinen Kapelle befindet sich eine malerische Darstellung dieses historischen Ereignisses aus dem Jahr 1985, geschaffen von der Künstlerin Paloma Maynar.
Sala de Jurats i Justicies
Im zweiten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts, in einer Phase urbaner, ökologischer und demografischer Expansion, wurde der „Sala de Jurats i Justícies“ errichtet. An der Dachtraufe des Gebäudes ist die Jahreszahl 1620 zu erkennen, die vermutlich das Bauende markiert.
In den folgenden Jahrhunderten wurde das Gebäude mehrfach restauriert und umgestaltet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Bögen der Säulenhalle je nach politischer Lage wiederholt zugemauert und erneut geöffnet.
Der „Sala de Jurats i Justícies“ ist ein bedeutendes Beispiel bürgerlicher Architektur des 17. Jahrhunderts. Das nach Süden ausgerichtete Gebäude besteht aus Tuffstein und verfügt über einen rechteckigen Grundriss. Im Jahr 1639 wurde aufgrund der günstigen Lage eine Sonnenuhr angebracht.
Wallfahrskapelle der Font Santa
An der Straße von Teulada nach Moraira befindet sich die Wallfahrtskapelle der Font Santa, die dem heiligen Vinzenz Ferrer gewidmet ist. Neben der eigentlichen Kapelle beherbergt das Gebäude einen kleinen Raum mit der Quelle, die diesem Ort seine besondere Bedeutung verleiht.
Der Überlieferung nach wirkte der heilige Vinzenz Ferrer hier im 15. Jahrhundert ein Wunder: Auf Bitten seiner Schwester Constança, die in Teulada lebte, ließ er Wasser aus einem Felsen entspringen. Seither fließt die Quelle ununterbrochen – Tropfen für Tropfen –, unabhängig davon, ob es sich um trockene oder regenreiche Jahre handelt.
Rund um die Kapelle wird jedes Jahr am ersten Sonntag im Juli das traditionelle Fest der Font Santa gefeiert.
SEHENSWÜRDIGKEITEN IN MORAIRA
Das Castillo de Moraira
Die Festung, die sich auf einer felsigen Anhöhe am Strand von l’Ampolla befindet, wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Über dem Eingangstor ist das königliche Wappen der Bourbonen angebracht, datiert auf das Jahr 1742, das vermutlich den Abschluss der Bauarbeiten markiert. Das Castell diente dem Schutz vor den Angriffen berberischer Piraten.
Der ungewöhnliche Grundriss wird als „pezuña de buey“ (Ochsenhuf) bezeichnet. Er zeichnet sich durch eine halbrunde Südfassade sowie eine gerade Nordfassade aus, über die der Zugang zum Inneren erfolgt. Das Gebäude ist in drei Flügel gegliedert und erstreckt sich über zwei Etagen. Mit einer Höhe von rund zehn Metern verfügte die Festung über eine Wehrmauer mit sieben Schießscharten, von denen aus Kanonen positioniert wurden.
Zu Beginn der 1980er-Jahre wurde das Bauwerk vollständig restauriert.
Pfarrkirche „Mare de Déu dels Desemparats“
Die Kirche wurde vermutlich zwischen 1875 und 1878 im Ortskern von Moraira errichtet.
Die Pfarrkirche besitzt einen rechteckigen Grundriss und ist durch Pfeiler in drei Schiffe gegliedert, wobei das Hauptschiff nahezu doppelt so groß ist wie die beiden Seitenschiffe. Im Jahr 1981 wurde das Gebäude erweitert: Das Langhaus wurde verlängert und um vier Bögen im Stil der traditionellen „Riuraus“ ergänzt, die mit Glasfenstern geschlossen wurden. Der neue, rechteckige Glockenturm ist mit zwei Glocken ausgestattet.
Das Innere der Kirche ist schlicht gehalten. Dort befinden sich ein Bildnis der Namenspatronin, der Jungfrau der Schutzlosen, sowie ein Mosaik, das den Hauptaltar schmückt. Ein weiteres Mosaik zeigt den gekreuzigten Christus. Beide Werke stammen vom Künstler Ros Martí.
Wachturm Cap d´Or
Der Torre del Cap d’Or erhebt sich auf dem höchsten Punkt des Kaps, nahe der Steilküste. Der Turm besitzt einen runden Grundriss mit einem Umfang von 26 Metern und erreicht eine Höhe von etwa 11 Metern. Er verfügt über keinen ebenerdigen Eingang und ist bis zur Hälfte massiv gebaut. Der Zugang erfolgte über eine von oben herabgelassene Strickleiter.
Zur Verteidigung des Hafens von Moraira war der Turm mit zwei Kanonen ausgestattet. Er ist Teil eines Überwachungssystems, das der Ingenieur Antonelli König Felipe II. empfahl, um die Bevölkerung vor Angriffen berberischer Piraten frühzeitig zu warnen und zu schützen.
Etwa 126 Meter südöstlich des Turms befindet sich ein Sammelbrunnen mit rechteckigem Grundriss, der der Wasserversorgung der stationierten Soldaten diente.